CertIBEau: Zertifizierung wallonischer Gebäude für Wasser

In der Wallonie entsprechen nur 10 bis 20 % aller Neubauten den technischen Vorschriften zum Schutz gegen die Verunreinigung von Trinkwasser oder der wallonischen Gesetzgebung in Bezug auf die Abwasserentsorgung und -reinigung. Angesichts dieses Sachverhalts hat die Regierung beschlossen, die Einhaltung dieser Verpflichtungen durch die Einführung eines obligatorischen Zertifikats mit Namen „CertIBEau“ zu überprüfen.

Was ist „CertIBEau“ eigentlich?

 

CertIBEau steht für „Certification des Immeubles Bâtis pour l’Eau“, was so viel wie Zertifizierung von bebauten Immobilien für Wasser bedeutet. Diese strebt einen besseren Umgang mit und eine bessere Information über die Risiken an, die mit dem Wasserkreislauf in Wohnhäusern sowie in öffentlichen und privaten Gebäuden verbunden sind. Dieses Zertifizierungsverfahren will sicherstellen, dass die Inneninstallationen der geltenden Gesetzgebung (insbesondere der Allgemeinen Regelung der Wasserversorgung und der Allgemeinen Regelung der Sanierung) entsprechen und erlegt folglich keine neue Verpflichtung oder technische Vorschrift auf.

Das CertIBEau- Zertifikat wird durch ein Dekret des Wallonischen Parlaments und einen Erlass der Wallonischen Regierung geregelt. Es wird von zugelassenen Zertifizierern ausgestellt und bezieht sich auf:

  • die Wasserversorgung im Gebäude;
  • die Entsorgung und eventuelle Behandlung von Abwasser und Regenwasser.

Warum benötigt man ein CertIBEau-Zertifikat?

 

Sind Sie an die Kanalisation angeschlossen? Umfasst die Hausinstallation Bleirohre? Welche Wasserstellen werden von Ihrer Regenwasserzisterne gespeist? Ist es notwendig, einen Druckminderer zu installieren? Nur wenige Menschen können diese Fragen beantworten. Eine fehlerhafte Installation kann jedoch Gesundheitsrisiken bergen und zu Verschmutzung führen. Das CertIBEau-Zertifikat gibt Antworten auf 3 Hauptfragen:

  • Gesundheitsaspekt: Inneninstallationen können die Hygiene und die menschliche Gesundheit negativ beeinflussen. Dies ist zum Beispiel der Fall beim Vorhandensein von Bleirohren, einer Verbindung zwischen dem Trinkwasser- und dem Regenwasserkreislauf...
  • Umweltaspekt: Durch Maßnahmen wie die Kontrolle des Anschlusses von Gebäuden an die Kanalisation, keine Ableitung von Abwässern in die natürliche Umwelt usw. kann man hoffen, die Qualität der Gewässer zu verbessern.
  • Informativer Aspekt: Durch Audits des Wasserkreislaufs von bebauten Immobilien kann sich jeder Eigentümer über den Zustand seiner Wasserinstallationen sowie über die diesbezügliche Regelung und die damit verbundenen Gesundheitsrisiken informieren.

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